Was ist Listeria monocytogenes?

Information from National Food Agency, Sweden

Listeria monocytogenes kann zu schweren Krankheiten führen und Menschen mit einem schwachen Immunsystem, wie ältere Menschen und Schwangere, gehören zu denjenigen, die am anfälligsten sind. Die Bakterien wachsen an Veranstaltungsorten und an Ausrüstungen und so gelangen sie schnell in Gerichte, die vor Ort zubereitet werden. Die Bakterien wachsen auch in der Kälte und ohne Sauerstoffzufuhr. Deshalb können sie auch in verzehrfertigen Kühlwaren stecken, wie gravad Lachs und geräucherter Fisch mit einer Haltbarkeit von mehreren Wochen.

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Was ist Listeria monocytogenes?
Foto:Eaters Collective on unsplash.com

Was ist Listeria monocytogenes?

Listeria monocytogenes ist eine Bakterie, die die Infektion Listerios bei Menschen verursachen kann.

Wo findet man Listeria monocytogenes?

Listeria monocytogenes kommt häufig in der Natur vor und ist deshalb oft in Lebensmittel enthalten. Die Bakterien passen sich neuen Umgebungen an und wachsen. Sie lassen sich nur schwer bekämpfen und sind oft an Utensilien und in Umgebungen, wo Essen zubereitet wird, zu finden. So können die Bakterien Lebensmitteln schnell verunreinigen.

Listeria monocytogenes wächst auch gern in Kühlschranktemperaturen und ohne Sauerstoffzufuhr, beispielsweise in vakuumverpackten Lebensmitteln. Die Bakterien wachsen in der Kälte langsamer, jedoch steigt das Krankheitsrisiko mit der Zeit, in der das Lebensmittel aufbewahrt wird.

Listeria monocytogenes verträgt hohe Salzgehalte und überlebt auch in der Gefriertruhe. Jedoch sterben die Bakterien, wenn Lebensmitteln erhitzt werden und sie überleben nicht gut in sauren Lebensmitteln wie Essiggemüse. Lebensmittel, die mehrere Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden und ohne erhitzen verzehrt werden, können schädliche Listeria monocytogenes-Bakterien enthalten. Beispiele sind vakuumverpackter, geräucherter Fisch, Brotbelag in Scheiben, Streichwurst, Schimmelkäse und sonstige kalte, verzehrbereite Lebensmittel mit langer Haltbarkeit.

Symptome

Listerien-Symptome sind davon abhängig, wer von ihnen angesteckt wird. Wenn man nicht zur Risikogruppe gehört, wird man selten krank. Listerien sind für Risikogruppen sehr gefährlich und die Sterberate liegt bei 20 bis 30 Prozent. Menschen mit einer Immunstörung und ältere Menschen können eine Blutvergiftung oder eine Hirnhautentzündung entwickeln. Klassische Magen- und Darmbeschwerden wie Durchfall und Übelkeit kommen auch vor. Schwangere können grippeähnliche Symptome entwickeln oder auch ganz ohne Symptome erkranken. Der Infekt kann sich zum Fötus ausbreiten, wo es zu einer Ansteckung kommen kann. Dies kann in extremen Fällen zu Schäden und schwerer Krankheit beim Kind führen.

Bestimmte Risikogruppen

Die wichtigsten Risikogruppen sind ältere Menschen, Menschen mit Immunstörungen und Schwangere.

So verringerst du das Krankheitsrisiko

Menschen mit Immunstörungen, Schwangere und ältere Menschen können das Krankheitsrisiko vermindern, indem sie gewisse verzehrfertige Lebensmittel vermeiden und Lebensmittel, die die Bakterien erhalten, vor dem Verzehr erhitzen. Listerien sterben bei einer Erhitzung auf 70 Grad oder wärmer.

Das Ansteckungsrisiko bei Listeria monocytogenes lässt sich auch reduzieren, wenn man den Ratschlägen weiter unten folgt:

  • Kühlwaren sollten immer kalt aufbewahrt werden. Stelle den Kühlschrank auf 4 °C.
  • Geräucherter Fisch und Sushi: hier sollte nur frische oder frisch verpackte Ware verzehrt werden. Kontrolliere das Verpackungsdatum.
  • Brotbelag in Scheibenform und kalte Fertigprodukte: hier sollten nur frisch verpackte Lebensmittel verzehrt werden. Kontrolliere das Verpackungsdatum.
  • Schimmelkäse sollte vermieden werden, auch wenn er mit pasteurisierter Milch hergestellt wurde, wie Brie, Gorgonzola, Chèvre, Vacherol und Taleggio.
Swedish Food Agency

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