Die Schwangerschaft – die ersten zwölf Wochen

Preggers.

Der Embryo ist winzig und dein Bauch sieht aus wie immer, aber im Körper finden Veränderungen statt und das kannst du natürlich fühlen. Was für eine emotionale und auch körperliche Achterbahnfahrt! Erforsche mit uns zusammen die ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft.

Therese Sok

5 Min. Lesezeit

Geprüft von Therese Sok

Approbierte Hebamme

Die Schwangerschaft – die ersten zwölf Wochen
Foto: Preggers

In den ersten Wochen bist du dir eventuell nicht einmal bewusst, dass du schwanger bist. Das Ei wird erst in der dritten Woche befruchtet und erst dann findet die Befruchtung statt. Du spürst vielleicht, wie deine Brüste sich wund und vergrößert anfühlen – das ist super und in diesem Fall auch eine der ersten Anzeichen. Jedoch kannst du dir nicht ganz sicher sein, bevor du einen Schwangerschaftstest gemacht hast. Also nichts wie ab in die Apotheke ...

Wie toll! Der Schwangerschaftstest zeigt an, dass du schwanger bist. Du befindest dich nun in der vierten Woche und kannst deine Tampons verstauen, denn deine Periode wirst du in den nächsten neun Monaten nicht haben.

Dies ist ein ganz neues Kapitel deines Lebens. Und bald wirst du dich in die Schwangerschaftsklinik in deinem Ort begeben. Nur Frauen? Nein, hier findet man auch ein Angebot für werdende Väter, Co-Mütter und andere Elternteile, auch wenn sie nicht diejenigen sind, die das Kind austragen. Geht zusammen zu den Terminen. Hier findet ihr eine exzellente Möglichkeit, um mehr über die Schwangerschaft, das Kind und die Geburt zu erfahren.

Bis zur 12. Woche wird empfohlen, dass du Nahrungsergänzungen wie Folsäure, eine Art Vitamin B, nimmst. Dieses Vitamin reduziert das Risiko dafür, dass das Kind an Spina Bifida erkrankt. Spreche mit der Hebamme, die in der Klinik arbeitet. Hier wirst du guten Rat finden.

Vielleicht leidest du auch schon unter Übelkeit und fühlst dich krank. Manche haben Pech und müssen sich oft übergeben und das manchmal sogar mehrere Male pro Tag. Andere leiden nur an Übelkeit ohne sich übergeben zu müssen und manche haben Glück und erleben keine Übelkeit. Leider sind Schwangerschaften nicht fair - du solltest regelmäßig essen und darauf achten, dass du alles hast, was du brauchst, falls dir plötzlich übel wird. Ein guter Tipp ist es, immer Plastiktüten für den Notfall dabei zu haben.

Du befindest dich nun in der 5. Woche und die Hormone fangen an, dich in den Wahnsinn zu treiben. Du warst noch nie so müde wie jetzt. Der Embryo ist noch immer sehr klein, sogar so klein, dass es mit einem Mikroskop schwer erkennbar ist. Jedoch ist es groß genug, um deinen Körper zu beeinflussen. Deine Hormonlevel sind in die Höhe geschossen und deshalb fühlst du oft eine extreme Müdigkeit. Du brauchst nun mehr Ruhe als sonst. Mach dir jedoch keine Gedanken. Die Müdigkeit verfliegt fast genauso schnell, wie sie kam und du bekommst deine Energie zurück. Es ist auch sehr normal, Schmerzen im unteren Teil des Rückens zu merken, die sich sehr wie prämenstruelle Symptome anfühlen. Dies ist völlig normal.

Schmerzen die Brüste noch immer? Es ist vielleicht kein sexy Vorschlag, aber es kann helfen, mit dem BH zu schlafen.

Eine Schwangerschaft bedeutet auch große körperliche Veränderungen und die Blutzirkulation und das Blutvolumen erhöhen sich. Dies führt dazu, dass die Nieren noch härter arbeiten müssen. Du bist nun in der 6. Woche schwanger und das extra Blut wird noch mehr Druck auf deine Blase ausüben. Deshalb musst du auch öfter auf Toilette. Es ist nicht abnormal, mehrere Male pro Nacht auf Toilette zu müssen. Falls es dir schwerfällt, wieder einzuschlafen, kannst du das Licht ausschalten und die Augen schließen.

Wenn du an diesem Punkt angelangt bist, weißt du wahrscheinlich schon, dass die Schwangerschaft für große Veränderungen sorgen kann und du kennst schon mehrere Strategien, um mit den unterschiedlichen körperlichen Veränderungen umzugehen. Es ist ein spannendes, neues Erlebnis!

Jedoch verändert sich nicht nur dein Körper. Die 7. Woche kann sehr emotional sein und das kann einen sehr verunsichern. Obwohl man sich glücklich fühlt, kann man im nächsten Moment wieder traurig sein. Diese Schwankungen lassen sich teilweise über Hormone erklären und natürlich sind die großen Veränderungen auf unterschiedlichen Niveaus auch ein guter Grund für die großen Gefühle, die man nun fühlt. Mache dir keine Sorgen. Es ist ganz normal, eine ganze Reihe an unterschiedlichen Gefühlen auf einmal zu empfinden.

In den Wochen 8-10 hast du vielleicht auch deinen ersten Termin in der Schwangerschaftsklinik. Die erste Untersuchung wird er großes Ereignis sein, denn nun weiß man, dass die Schwangerschaft auch was Handfestes ist. Du kannst eine Reihe unterschiedliche Fragen stellen und deine Hebamme wird einige Tests durchführen. Falls du einen Partner oder eine Partnerin hast, könnt ihr zusammen zum ersten Termin erscheinen und gemeinsam darüber nachdenken, welche Fragen ihr stellen wollt, da man sie sonst schnell beim Termin vergisst.

Übelkeitsbeschwerden werden ab der 12. Woche wieder besser, jedoch können sie noch bei einigen länger anhalten. Die 12. Woche ist auch für viele der Zeitpunkt, an dem man Familie und Freunde von der Schwangerschaft erzählt, denn ab diesem Zeitpunkt reduziert sich das Risiko für eine Fehlgeburt stark.

Gratuliere! Du hast das erste Trimester der Schwangerschaft überstanden und das ist ein wichtiger Meilenstein!

Quelle: Swedish Health Care Guide & National Food Agency in Sweden

Therese Sok

Geprüft von Therese Sok

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