So verläuft eine Zwillingsgeburt

Jede Entbindung verläuft unterschiedlich, egal ob ein oder gleich mehrere Kinder zu Welt kommen. Trotzdem kann es das Gefühl der Sicherheit erhöhen, wenn die werdende Mutter ungefähr weiß, worauf sie sich einstellen kann an dem großen Tag. Hier verraten wir, wie Zwillinge im Normalfall entbunden werden.

Jenny Jansson

3 Min. Lesezeit

Rezensiert von Jenny Jansson

Lizenzierte Hebamme

So verläuft eine Zwillingsgeburt Foto: Preggers

Eine vaginale Geburt ist bei Zwillingen ungefähr genauso gewöhnlich wie der Kaiserschnitt. Der Arzt oder die Hebamme entscheidet im letzten Abschnitt der Schwangerschaft, welche Entbindungsmethode sich am besten in deinem Fall eignet und manchmal hast du auch selbst Einfluss auf den Beschluss. Für eine vaginale Entbindung muss sich das Baby, welches dem Geburtskanal am nächsten liegt, in Schädellage befinden.

Im Durchschnitt kommt die Hälfte aller Zwillinge vor der 36. Schwangerschaftswoche zur Welt, manche sogar noch früher. Bei einer frühzeitigen Geburt von Zwillingen kommen die Kinder für gewöhnlich durch einen Kaiserschnitt zur Welt und werden in der ersten Zeit nach der Entbindung auf einer Frühchenstation betreut.

Der geplante Kaiserschnitt bei einer Zwillingsgeburt verläuft auf die gleiche Weise, wie bei der Entbindung von "nur" einem Kind. Du erhältst eine Betäubung im Rückenbereich und bleibst, während der Bauchraum und die Gebärmutter mit einem Schnitt geöffnet werden und ein Kind nach dem anderen geholt wird, bei Bewusstsein. Eine zusätzliche Hebamme ist für gewöhnlich im Operationssaal anwesend – jemand muss ja das erste Baby halten, während das zweite herausgehoben wird. Danach entfernt der Arzt den oder die Mutterkuchen und vernäht den Schnitt.

So verläuft die vaginale Entbindung von Zwillingen. Der Unterschied zur Geburt von nur einem Kind ist auch hier nicht so groß. Während der Wehen erhältst du zwei anstelle von einem CTG am Bauch platziert, um die Herzfrequenz der Kinder und deine Wehentätigkeit zu überwachen. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Entbindung von Zwillingen immer als Risikogeburt klassifiziert wird. Zum direkten Zeitpunkt der Geburt befindet sich daher oft jede Menge Personal im Raum: ein Arzt, Hebammen, Krankenschwestern und manchmal auch ein Anästhesist und deren Helfer.

Wenn der erste Zwilling das Licht der Welt erblickt hat, kontrolliert der Arzt mit Hilfe des Ultraschalls die Position des zweiten Kindes und bringt dieses durch einen Griff um den Bauch in die richtige Lage. In dieser Phase nimmt die Wehentätigkeit oft bereits ab, wodurch manchmal ein wehenförderndes Medikament durch einen Tropf verabreicht wird. Nun denkst du vielleicht, dass eine Zwillingsgeburt doppelte Arbeit für dich als werdende Mutter bedeutet, aber dem ist oft nicht so. Tatsache ist, dass das zweite Kind oft rasch und einfach zur Welt kommt, da das erste Baby den Weg sozusagen bereits gebahnt hat.

Jenny Jansson

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