Der Toilettengang nach der Entbindung

Schwangerschaft und Entbindung sind eine große Belastung für den Beckenboden, weshalb es nach der Geburt normal ist, dass bestimmte Beschwerden des Harntrakts auftreten.

Ingela Ågren

2 Min. Lesezeit

Geschrieben von Ingela Ågren

Lizenzierte Hebamme

Der Toilettengang nach der EntbindungFoto: Preggers

Brennende Schmerzen beim Urinieren: Nach der Geburt kann es beim Wasserlassen brennen, was durch kleine oberflächliche Risse in der Schleimhaut des Unterleibs verursacht wird. Für gewöhnlich lässt das Brennen nach wenigen Tagen nach. Achte darauf, ausreichend zu trinken, damit der Urin gut verdünnt wird. Zudem kann es helfen, unter der Dusche zu urinieren, damit du dich gleichzeitig abbrausen kannst.

Große Urinmengen: Nach der Entbindung produziert der Körper einige Tage lang für gewöhnlich mehr Urin. Häufige Toilettengänge sind daher gut, damit sich auch die Gebärmutter leichter zusammenziehen kann.

Probleme, die Blase zu entleeren: Mitunter kann es schwerfallen, die Harnblase ordentlich zu leeren. Das Risiko dafür steigt, wenn die Wehen länger andauerten, du eine Epiduralanästhesie bekommen hast, ein großer Riss entstanden ist oder dein Kind mithilfe einer Saugglocke geholt werden musste. Nach der Entbindung wird kontrolliert, ob das Urinieren bei dir funktioniert. Bei Beschwerden kann es in bestimmten Fällen notwendig sein, dass deine Hebamme deine Harnblase mithilfe eines Katheters entleert. Ist es weiterhin schwierig, die Blase zu entleeren oder wenn große Mengen Urin nach der Entbindung in der Harnblase verbleiben, kann ein Dauerkatheter für einige Tage nach der Geburt gelegt werden. So wird die Blase kontinuierlich entleert und entlastet. Du kannst mit dem Katheter nach Hause gehen und erhältst einen Folgetermin.

Harnwegsinfektion: Harnwegsinfektionen treten nach der Geburt häufiger auf. Wurde nach einem Kaiserschnitt ein Katheter gelegt oder das Kind vaginal zur Welt gebracht, steigt das Risiko. Typische Symptome sind Brennen beim Urinieren, häufiges Wasserlassen, übel riechender Urin, Unterleibsschmerzen oder Fieber. Bei Verdacht auf eine Harnwegsinfektion solltest du einen Arzt aufsuchen.

Urinverlust: Durch die Belastung des Beckenbodens während der Schwangerschaft und der Geburt kommt es in den ersten Tagen häufig zu kleinen Mengen Urinverlust. Der Beckenboden wurde während der Geburt gedehnt und braucht Zeit, um sich zu erholen. Daher empfiehlt sich ein Beckenbodentraining nach der Entbindung. Sobald der Beckenboden stärker wird, bessert sich in der Regel auch das Problem des Urinverlusts. Deine Hebamme wird dich nach Problemen mit Urinverlust fragen und dir anbieten, die Funktion deines Beckenbodens zu untersuchen.

Ingela Ågren

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