Übungswehen, Senkwehen oder Geburtswehen?

Während der Schwangerschaft übt die Gebärmutter für die Geburt, indem sie sich zusammenzieht – mit sogenannten Kontraktionen. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Übungswehen, Senkwehen und Geburtswehen?

Jenny Jansson

2 Min. Lesezeit

Rezensiert von Jenny Jansson

Lizenzierte Hebamme

Übungswehen, Senkwehen oder Geburtswehen?Foto: Preggers

Die Gebärmutter ist ein Muskel, der während der Schwangerschaft Stück für Stück wächst: von der Größe einer Birne bis hin zu ausreichend Platz für ein voll entwickeltes Kind. Bereits in der frühen Schwangerschaft übt die Gebärmutter für die Geburt mithilfe von Übungswehen.

Übungswehen

Übungswehen gehen von verschiedenen Teilen der Gebärmutter aus, sind unregelmäßig und haben keinen Einfluss auf den Muttermund. Bei Übungswehen verhärtet sich der Bauch und wölbt sich vor, was unangenehm sein kann, meistens aber keine Schmerzen verursacht. Übungswehen verschwinden, wenn du dich ausruhst oder entspannst, allerdings spüren manche Schwangere auch im Ruhezustand diese Kontraktionen.

Wie eine Frau die Übungswehen empfindet, die oft schon ab der Mitte der Schwangerschaft auftreten, ist immer individuell.

Senkwehen

Sobald sich dein Körper auf die Geburt vorbereitet, kommen die Senkwehen. Im Gegensatz zu Übungswehen sind Senkwehen schmerzhafter – jetzt befindest du dich in der sogenannten Latenzphase.

Senkwehen beginnen an der oberen Seite der Gebärmutter und breiten sich nach unten hin aus, werden nach und nach stärker und dauern oftmals länger als Übungswehen. Diese Wehen werden häufig als Druck nach unten wahrgenommen, wobei sich die Schmerzen bis in den unteren Rücken ausbreiten können, etwa so wie bei starken Menstruationsschmerzen. Doch auch dies erlebt jede Frau individuell.

Geburtswehen

Senkwehen lassen sich mitunter schwer von Geburtswehen unterscheiden, insbesondere bei Erstgebärenden. Einige erleben nie Senkwehen, sondern spüren direkt die Geburtswehen. Eine Geburtswehe ist stärker und bereitet mehr Schmerzen, wobei deine Atmung keuchend werden kann.

Wenn du etwa drei Wehen innerhalb von zehn Minuten spürst (zwei Wehen bei Mehrfachgebärenden), ist es an der Zeit, im Kreißsaal oder im Geburtshaus anzurufen. Denk daran, dass rund zehn Prozent aller Geburten mit einem Blasensprung beginnen, weshalb du nicht zu lange zu Hause warten solltest.

Jenny Jansson

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