Haut-an-Haut mit deinem Baby

Dein Baby viel und oft Haut-an-Haut bei dir liegen zu lassen kann das Leben mit einem Neugeborenen sowohl einfacher als auch kuscheliger machen. Das Baby fühlt sich durch die Nähe zu dir wohl und der Haut-zu-Haut-Kontakt stärkt eure Beziehung und das Band zwischen euch.

Emma Fransson

3 Min. Lesezeit

Geschrieben von Emma Fransson

Zugelassener Psychologe

Haut-an-Haut mit deinem BabyFoto: Cookie_studio by freepik.com

Neugeborene Kinder fühlen sich geborgen, wenn sie Mamas Herzschlag spüren und die Stimmen der Familie hören, da sie diese Laute bereits aus ihrer Zeit im Bauch kennen. Halte dein Baby nackt und mit Windel gegen deinen eigenen nackten Oberkörper und schaffe Momente der Nähe, Haut an Haut. Wenn du nicht die Person warst, die das Baby im Bauch getragen hat, ist das eine besonders schöne Art, dem Baby nahezukommen, zu beginnen, einander kennenzulernen und sicher zu sein, dass es dem Baby gut geht.

Haut-an-Haut während des Stillens

Wenn du stillst, sind solche ruhigen Momente zusammen mit dem Baby sogar wichtig für die Milchproduktion. Der Körperkontakt verleiht euch beiden Gelassenheit und Ruhe, was das Stillen oft begünstigt. Sogar die Blutzuckerwerte werden dank viel Haut-zu-Haut-Kontakt bei neugeborenen Kindern stabiler.

Ein sattes Baby sollte vorzugsweise in einer aufrechten Position liegen, um den Verdauungsvorgang zu erleichtern. Auch wenn das Stillen von bereits etwas älteren Kindern Schwierigkeiten macht, kann Haut-zu-Haut-Kontakt helfen.

Wenn du dein neugeborenes Kind Haut-an-Haut bei dir liegen lässt, erleichtern die Nähe und die Wärme deines Körpers dem Baby das Einschlafen. Ist es kühl oder kalt im Zimmer, kannst du eine weiche Decke über euch legen. Wenn dein Baby auf dem Bauch an deinem Körper liegt, sollte sein Kopf zur Seite gedreht sein, sodass es ohne Schwierigkeiten atmen kann. Das Baby sollte nicht auf deinem Bauch liegen, wenn ihr beide schlafen wollt, denn die Bauchlage wird nicht als Schlafposition für unbeaufsichtigte Babys empfohlen. Du kannst auch ein Tragetuch oder einen Tragegurt benutzen, um das Kind Haut-an-Haut zu tragen.

Studien über Haut-zu-Haut-Kontakt

Vielleicht ist körperliche Nähe so selbstverständlich, dass du gar nicht weiter darüber nachdenkst, aber wenn es aus irgendeinem Grund plötzlich nicht mehr möglich ist, das Baby Haut-an-Haut bei dir zu haben, fühlt sich das vermutlich an, wie wenn etwas fehlt. Früher ging man meist davon aus, dass Nahrung das Wichtigste von allem war, aber der nahe körperliche Kontakt zwischen Baby und Eltern scheint noch wichtiger zu sein. Dieser erleichtert außerdem die Nahrungsaufnahme des Kindes und setzt beruhigende Hormone frei, die sowohl für das Baby als auch für dich oder diejenige Person, die mit dem Kind Haut-an-Haut liegt oder sitzt, gut sind.

Heutzutage gibt es viele Studien, in denen die Vorteile von Haut-zu-Haut-Kontakt aufgezeigt werden. In der Pflege wird die Haut-zu-Haut-Methode zum Beispiel für frühgeborene Babys eingesetzt. Das ist die sogenannte "Känguru-Methode", die die Überlebenschance eines Kindes nachweislich verbessern kann.
Haut-an-Haut ist nichts Neues und für die meisten Menschen ganz natürlich, wenn wir uns um unsere Neugeborenen kümmern. Lass es gerne zu einer Gewohnheit werden, mehrmals jeden Tag. Alle Eltern, Papas, Mamas und Co-Eltern können durch den Haut-zu-Haut-Kontakt ihren Stresshormonspiegel senken und vor allem ein stärkeres Band zu ihren Kindern aufbauen.

Emma Fransson

Geschrieben von Emma Fransson

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