So beendest du die Milchproduktion

In den meisten Fällen wird nach und nach abgestillt, während das Baby langsam damit beginnt, selbst zu essen oder das Fläschchen bekommt. In manchen Fällen ist es aber notwendig, das Stillen vom einen Tag auf den anderen zu beenden, weshalb weder Kind noch der Körper der Mutter die Möglichkeit bekommen, sich langsam an die neue Situation gewöhnen zu können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn du oder dein Kind sehr krank werden oder das Stillen Probleme bereitet und du nicht weiter stillen möchtest.

Ingela Ågren

2 Min. Lesezeit

Written by Ingela Ågren

Certified midwife

So beendest du die Milchproduktion
Foto: Preggers

Manche Frauen entscheiden sich bereits vor der Geburt dazu, ihr Kind nicht stillen zu wollen. Da die Milchproduktion durch Angebot und Nachfrage reguliert wird, nimmt sie ab, wenn das Kind weniger an der Brust liegt. Wird die Brust nicht stimuliert, verschwindet auch die Milch nach und nach, deine Brüste können während der ersten Tage nach der Entbindung aber noch sehr spannen und wehtun, bis auch dies langsam nachlässt. Während der ersten Zeit ist es ganz normal, dass Milch unkontrolliert aus deinen Brüsten fließt, dies hört aber bald wieder auf.

Wenn du die Milchproduktion beenden möchtest, ist es gut, einen Sport-BH oder einen anderen stabilen BH zu tragen. Vermeide Bügel-BHs, da diese das Risiko für Milchstau erhöhen können. Wenn deine Brüste spannen und schmerzen, können zusätzliche schmerzlindernde Medikamente wie beispielsweise Aspirin oder Ibuprofen zum Einsatz kommen. In der Regel lassen das Spannen und der Schmerz nach 3-5 Tagen nach. Wenn du große Schmerzen hast oder den Druck verringern möchtest, kannst du versuchen, deine Brustwarze in eine Schale mit warmem Wasser zu tauchen, auf diese Weise kann die Milch nämlich ausfließen, ohne dass die Brustwarze dabei stimuliert wird. Auch eine warme Dusche und sanfte Streichbewegungen auf der Brust helfen. Wenn es dennoch notwendig wird eine Brustpumpe anzuwenden oder die Milch manuell abzustreichen, solltest du dies nur so lange tun, bis das unangenehme Gefühl nachlässt, um die Milchproduktion nicht wieder zu stimulieren.

Bei der Mütterberatungsstelle oder im Kindergesundheitszentrum kannst du Hilfe und Unterstützung zum Abstillen bekommen.

Ingela Ågren

Written by Ingela Ågren

Certified midwife