Wie wird man eigentlich schwanger?

In den Kalender schauen, den Eisprung im Auge behalten, bereit sein, in die richtige Stimmung kommen … Wie wird man denn eigentlich schwanger? Muss das eine ganze Wissenschaft sein oder funktioniert es mit nur ein bisschen Sex? Hier erklären wir die Begriffe rund um die Befruchtung und wie man schwanger wird.

3 Min. Lesezeit

Wie wird man eigentlich schwanger?
Foto: Preggers

Bei den meisten dauert es etwa ein Jahr, bis sie schwanger werden. Wenn du schwanger werden möchtest, lautet der allgemeine Ratschlag, ein paar Mal pro Woche regelmäßigen, vaginalen Geschlechtsverkehr zu haben. Es wird weniger Stress und Druck geben, wenn du dem Kalender keine Aufmerksamkeit schenkst, um nachzusehen, in welchem Teil des Zyklus du dich befindest. Etwa acht von zehn Frauen, die regelmäßig Geschlechtsverkehr haben, werden innerhalb von zwölf Monaten schwanger. Die größte Chance auf eine Befruchtung bei vaginalem Geschlechtsverkehr besteht während des Eisprungs. Es kann jedoch schwierig sein, genau zu wissen, wann der Eisprung stattfindet.

Wenn ein Ei gereift ist, löst es sich vom Eierstock und wird vom Eileiter aufgefangen, dies geschieht einmal im Monat, etwa zwei Wochen vor der Menstruation. Die Eizelle im Eileiter kann durch ein Spermium befruchtet werden. Sobald eine Eizelle den Eierstock verlassen hat, muss sie innerhalb von 24 Stunden von einem Spermium befruchtet werden. Die Spermien können etwa fünf Tage im Eileiter überleben und auf eine Eizelle warten.

Die Befruchtung

Wenn sich Eizelle und Spermium verbinden, beginnt sich ein Embryo zu bilden – dieser Moment wird als Befruchtung bezeichnet. Daraufhin entwickelt sich der Embryo im Mutterleib zu einem Fötus, der bei der Geburt zum Kind wird.

Die Spermien werden in den Hoden gebildet. Wenn der Mann ejakuliert, tritt Sperma aus dem Penis aus. Dies wird als Samenflüssigkeit oder Ejakulat bezeichnet, also eine Mischung aus Sperma und verschiedenen Flüssigkeiten aus den Samenbläschen und der Prostata. Wenn der Penis ejakuliert, schwimmen die Spermien einige Millimeter pro Minute in die Vagina, durch die Gebärmutter und in die Eileiter. In einer Ejakulation befinden sich mehrere Millionen Spermien, aber am Ende kann nur ein einziges Spermium in die Eizelle eindringen und diese befruchten.

Nach der Befruchtung der Eizelle beginnen die Zellen sich sofort zu teilen. Sie werden immer mehr, bis sie zu einem kleinen Zellklumpen werden. Der Zellklumpen wandert weiter durch den Eileiter in die Gebärmutter und bleibt etwa eine Woche nach der Befruchtung in der Gebärmutterschleimhaut stecken, wo ein Teil des Zellklumpens fest in die Gebärmutterwand einwächst. Der Teil des Zellklumpens, der dort stecken bleibt, entwickelt sich zur Plazenta, die den Fötus im Mutterleib ernährt. Der andere Teil des Zellklumpens wird Embryo genannt. Aus diesen Zellen wird schließlich ein Kind. Sowohl die Eizelle als auch das Sperma enthalten eine genetische Veranlagung, wobei die der Spermien bestimmt, welches biologische Geschlecht euer Kind bekommt.

Zwillinge

Es kommt vor, dass zwei Eier gleichzeitig reifen und sich lösen, dann kann es zweieiige Zwillinge geben, wenn beide Eier befruchtet werden. Teilt sich ein befruchtetes Ei so, dass sich zwei Embryonen bilden, kann es zu eineiigen Zwillingen kommen. In sehr seltenen Fällen teilt sich das Ei in drei Embryos auf, dann werden es eineiige Drillinge.

Alternative Befruchtung

Wenn die Befruchtung nicht durch Vaginalverkehr zustande kommt, kann stattdessen eine künstliche Befruchtung erfolgen. Das bedeutet, dass Spermien mit einer Spritze und einem Plastikschlauch in die Gebärmutter injiziert werden.

Die Befruchtung kann auch im Reagenzglas, durch die sogenannte IVF (In-vitro-Fertilisation), erfolgen. Dann werden reife Eizellen aus dem Eierstock entnommen und mit Spermien außerhalb des Körpers befruchtet. Das befruchtete Ei oder die befruchteten Eier werden daraufhin wieder in die Gebärmutter eingesetzt.

Swedish Healthcare Guide 1177

Bewertung von Swedish Healthcare Guide 1177

Mehr von Preggers

Beliebte und relevante Artikel lesen.