Erkenne deine Müdigkeit an

Du trägst ein Kind unter dem Herzen – das kostet viel Energie. Gleichzeitig sollst du deinen Alltag meistern, kein Wunder also, dass du erschöpft bist. Der Trick ist, nicht dagegen anzukämpfen – mache so viel und oft wie du kannst und brauchst eine Pause.

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Erkenne deine Müdigkeit an
Foto:Preggers

Bis zur 12. Woche kann es zu einer betäubenden Müdigkeit kommen. Vielleicht leidest du unter Übelkeit, die im schlimmsten Fall vom Weg zur Arbeit und von der Arbeit nach Hause noch verstärkt wird. Auf der Arbeit wird von dir erwartet, deine Aufgaben wie gewohnt zu erfüllen und dein Chef und die Kollegen wissen vielleicht noch nicht einmal, dass du schwanger bist. Viele warten bis zum Ende des ersten Trimesters, bis sie ihre Schwangerschaft öffentlich machen, weshalb es schwierig sein kann, guten Rückhalt zu bekommen. Manche Hebammen sind der Meinung, dass dies Grund dafür sein sollte, die Schwangerschaft bereits früher bekannt zu machen, um auf diese Weise die notwendige Rücksicht und Verständnis zu erfahren, wenn alles noch neu und die Müdigkeit überwältigend ist.

Es ist wichtig zu verstehen, wie ungeheuer wichtig Schlaf während der Schwangerschaft für dein allgemeines Wohlbefinden ist. Zu wenig Schlaf erhöht das Risiko für hohen Blutdruck, was wiederum das Risiko für eine Eklampsie ansteigen lässt. Ausgeruht wirst du zufriedener sein und dein Körper mehr Endorphine produzieren, die dir ein Glücksgefühl verleihen. Schlafe, so oft du kannst, und versuche verlorenen Schlaf nachzuholen, indem du mehrmals am Tag kürzere Nickerchen machst. Schlafspezialisten empfehlen diese Methode eventuell nicht, da es das Einschlafen am Abend erschweren könnte, aber als werdende Mutter hast du ohnehin kein normales Schlafverhalten mehr. Nutze jede Gelegenheit zum Schlafen. Ein zusätzliches Kissen unter dem Nacken kann Sodbrennen vorbeugen und wenn du ein Kissen zwischen deine Oberschenkel und eines unter deinen Bauch legst, kannst du eventuell eine bequemere Schlafposition finden.

Bewegung ist gut für die Durchblutung, was wiederum das Risiko für Schlaflosigkeit aufgrund prickelnder Beine mindert. Betätige dich während der Schwangerschaft regelmäßig körperlich und mache täglich Übungen. Regelmäßiges und mäßiges Essen fördert ebenfalls verbesserten Schlaf. Iss Bananen und Walnüsse (sofern du nicht allergisch bist), da diese die Aminosäure Tryptophan enthalten, die dem Körper dabei hilft, den schlaffördernden Stoff Serotonin zu bilden.

Je größer die Gebärmutter und das Baby werden, desto weniger Platz hat die Lunge. Während der letzten drei Schwangerschaftsmonate erlebst du möglicherweise einen sogenannten „Lufthunger“, eine Art Atemnot, die auch nachts auftreten kann. Andere Schlafstörungen können Harndrang, Sodbrennen, Beinkrämpfe und natürlich ein aktives Baby, das sich im Bauch bewegt und tritt, sein.

Am Ende der Schwangerschaft wird deine Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich erheblich eingeschränkt sein, die Gesellschaft ist aber nicht wirklich an ein langsameres Tempo von Schwangeren angepasst. Nur sehr wenige schwangere Frauen bekommen einen Schwangerschaftszuschuss, es wird jedoch von ihnen erwartet, bis ganz zum Ende normal weiterzuarbeiten. Der beste Rat ist, deine Müdigkeit anzuerkennen und dich so viel wie möglich auszuruhen und deine Batterien aufzuladen. Guter Schlaf schafft Harmonie und „positive Energie“, nimm deinen Schlaf also ernst.

Preggers

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