Trinken fürs Baby – was und wie viel?

Die richtige Flüssigkeitszufuhr fürs Baby kann ganz schön verwirrend sein, aber keine Sorge, es ist eigentlich easy. Hier kommen konkrete Tipps, was dein Kind trinken kann, wann und wie viel.

Sara Ask

Lesedauer: 2 Min.

Geprüft von Sara Ask

Lizenzierter Ernährungsberater

Trinken fürs Baby – was und wie viel?Foto: Preggers

0–6 Monate: Muttermilch oder Ersatzmilch reicht

In den ersten sechs Monaten braucht das Baby in der Regel nur Muttermilch oder Säuglingsnahrung – auch an heißen Sommertagen. Das reicht für Flüssigkeit, Nährstoffe und Energie.

Tipp: Finger weg von süßen Getränken, Saft und Schorle – die liefern nur leere Kalorien und können Karies fördern.

6–10 Monate: Wasser einführen

Wenn das Baby anfängt, feste Nahrung zu essen, reduziert sich die Milchmenge etwas, und es ist Zeit, Wasser einzuführen.

  • Fang mit einem Trinklernbecher an – lass das Kind üben, die Lippen um den Schnabel zu legen.
  • Probiere verschiedene Modelle mit oder ohne Tropfschutz.
  • Kleine Mengen auf einmal erleichtern das Lernen ohne Kleckern.

Tipp: Essen liefert auch Flüssigkeit. Brei besteht oft zu 80–90 % aus Wasser, Joghurt genauso.

Ab 10 Monaten: Kleiner Becher oder Glas

Wenn das Kind fast ein Jahr alt ist, kannst du einen kleinen Becher oder ein Glas ohne Deckel ausprobieren.

  • Gieß nur wenig Flüssigkeit auf einmal ein.
  • Wähl Gläser, die nicht so leicht kaputt gehen.
  • Lass das Kind regelmäßig üben, um Gewohnheit und Selbstständigkeit zu entwickeln.

Wie viel Flüssigkeit braucht das Kind?

Ein gesundes Kind reguliert die Flüssigkeitsaufnahme oft selbst. Als Richtlinie:

  • 1-Jähriges: circa 1 Liter Flüssigkeit pro Tag, inklusive Essen.
  • Flüssigkeitsaufnahme aus dem Essen ist wichtig zu berücksichtigen – Gemüse, Obstmus, Brei und Joghurt enthalten viel Wasser.

Tipp: Achte auf die Energie, Stimmung und Windel deines Kindes – ist es fit und pinkelt regelmäßig, ist die Flüssigkeitszufuhr meist ausreichend.

Süße Getränke – wann sind die okay?

  • Saft und Schorle sollten nicht täglich getrunken werden, können aber ab und zu als kleine Belohnung gegeben werden.
  • Wasser ist immer der beste Durstlöscher.

Tipp: Gewöhn dein Kind früh ans Wassertrinken – das ist gut für die Zähne, die Appetitregulierung und die Gesundheit.

Achte auf Veränderungen

  • Babys sind empfindlicher als ältere Kinder gegenüber Flüssigkeitsmangel, besonders bei Krankheit.
  • Kontaktiere den Arzt, wenn das Kind:
  • Viel mehr als sonst trinkt, aber immer noch Durst hat
  • Weniger als sonst trinkt und wenig pinkelt
  • Müde oder schlapp ist

Schnelles Handeln bei Flüssigkeitsmangel kann entscheidend sein, also zögere nicht, dich an den Arzt zu wenden.

Sara Ask

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